Happy Songkran auf Koh Chang!

Die Thais machen das schon richtig mit ihren ganzen Neujahren und dazugehörigen Feiereien: Es gibt das thailändische Neujahrsfest, das chinesische Neujahr und das Neujahr zum Jahreswechsel wie bei uns. Man soll die Feste halt feiern, wie sie fallen.

Aber eins nach dem anderen. Zunächst müssen wir von Kambodscha nach Thailand gelangen, was mit dem Minibus von Sihanoukville aus auch ganz okay klappt. Ein paar Verarschungsversuche an der Grenze hier und da, aber am Ende zahlen wir keinen Pfennig für gar nichts. Gut so.

Ein kleiner Einschub aus der Kategorie „Was soll das?“ – Kartoffelsnacks in Nudelform!

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Man beachte auch den schmackhaften Serviervorschlag mit dem sehr vertrauenserweckenden lila Saft.
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Und wieso sieht der Aufdruck oben links aus wie „LSD“ auf dem Kopf?

Da hat sich wohl jemand gedacht: Ich liebe Nudeln! Aber ich liebe auch Kartoffeln. Vielleicht sollte ich eine wunderbar köstliche Kombination aus den beiden Leckereien herstellen. Herausgekommen ist dieser Frankenstein der Knabberkultur. Falls sich jemand fragt – nein, schmeckt nicht geil.

Egal, Koh Chang also! Mit einer hochmodernen Hightech-Fähre setzen wir vom Fährhafen in Trat über.

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Ich präsentiere das neuste Modell.

Dann noch eine kleine Fahrt mit dem Songthaew, einer Art Sammeltaxi aus einem umgebauten Pick Up, und schon dürfen wir den Berg zu unserem Guesthouse Oasis hochschlurfen. Die Insel und das Guesthouse sind Lennart und mir wohlbekannt aus unserem Urlaub Ende 2014 und deshalb wollen wir hier auch für eine Woche verweilen. Wir brauchen eine Woche ohne Neues, ein wenig Zeit um uns zu dekomprimieren und zu sammeln. Aber komplett langweilig wird es trotzdem nicht, denn es wird Songkran gefeiert!

Das Datum von Songkran richtet sich nach dem thailändischen Mondkalender und wird unter anderem gefeiert, um sich und seine Umgebung zu reinigen und eignet sich gut für einen Neuanfang. Also ein bisschen so wie in Deutschland mit den guten Vorsätzen, nur ohne gute Vorsätze selbst. Zu diesem Zweck putzt man im Vorfeld seine Wohnung gründlich und geht in den Tempel um an Waschzeremonien teilzunehmen. Dabei werden Mönche, Buddha-Statuen oder einfach andere Leute sanft mit Wasserübergossen (bei Menschen meist nur die Hände).
Daraus hat sich aber mit der Zeit auch die Tradition von lustigen Straßenfesten mit lauter Musik und wilden Wasserschlachten entwickelt. Niemand wird verschont, natürlich auch die Reisenden nicht.

In Bangkok und Chiang Mai herrscht während Songkran der absolute Ausnahmezustand und alle gehen ab, ein bisschen wie der Kölner Karneval vielleicht. Auf Koh Chang geht es etwas beschaulicher zu, nichtsdestotrotz bekommt man eine Idee von der Action und eine Menge Spaß serviert.

Vom ersten Tag und der Party abends gibt es leider keine Bilder aus Gründen der Kamerasicherheit. Aber zum Glück geht Songkran ja 3 Tage lang!

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Straße nass, Leute nass, Leute fröhlich!
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Das Tempelgelände wird feingemacht.
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Ein paar Gaben für Buddha und die Ahnen müssen natürlich auch her.
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Money Money Money! (Bitte dazu das Lied von Abba im Kopf mitsummen)
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Die Perspektive von zwei mutigen Motorbikefahrern, welche gleich eine dicke Ladung Wasser abkriegen.
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Zwei klitschnasse fröhliche Menschen.

Über Songkran hinaus schieben wir eher eine ruhige Kugel und essen köstlich, hängen an Stränden oder im Baumhausrestaurant ab, bloggen, lesen, recherchieren.

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Komposition von fröhlichem Menschen und Selfie-Pärchen.
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Die Katze möchte nicht, dass wir unser Essen aufschreiben.
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Auch mal ne geile Suppe wegschnabulieren.
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Stromversorgungsexperten bei der Arbeit.
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Das Leben ist schon ganz schön okay, wenn man hier abhängen kann.

Es gibt auch einen weiteren kleinen Hafen in Koh Chang, wo keine Fähren vom Festland halten, sondern mehr Fischer und so Tagesausflugsboote. Man könnte sagen, schon ziemlich putzig hier.

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Expedition-Guy.
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Hübsch angemalt und mit Glücksgedöns am Bug versehen.
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Spaß mit Selbstauslöser.
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Safety first.
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Hafenschmuck. Wieso machen wir das nicht auch mal in Hamburg?
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Touriboot mit Touris mit Sicherheitswesten.
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Gemütlicher Laden mit okayem Essen.

Es war entspannt, es war schön, es war wirklich erholsam. Ich muss allerdings feststellen, dass ich bei dem Besuch vor zwei Jahren irgendwie verzauberter war als dieses Mal. Vor zwei Jahren war die Insel bereits ziemlich touristisch, was ich gar nicht schlimm fand, nun ist aber nochmal eine Schippe draufgelegt worden. Die anderen Gäste in unserem Guesthouse waren leider auch nicht so richtig auf fröhliches Beisammensein sondern eher auf Smartphonegestarre aus, was vor zwei Jahren auch noch ein bisschen anders war. Vielleicht fällt mir das so auf, weil wir auf dieser Reise an vielen kommunikativen Orten waren und dabei sehr viele super Menschen kennen gelernt haben. Bei so einer langen Reise ohne Freunde von zu Hause brauche ich das auch.
Koh Chang, danke für die Erdung, für die Zeit zum Gedanken machen und für das Aushecken von Plänen, wo es als nächstes hingehen soll. Ich glaube, ich komme trotzdem nicht wieder.

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Was du draus machst, Teil 3: Sihanoukville & Otres für Entspannte

Aus mir selbst unerklärlichen Gründen neigen Lennart und ich dazu an Orte zu fahren, die wir oberflächlich gesehen doof finden. An solchen Orten lohnt es sich jedoch manchmal an der Oberfläche zu kratzen und geheime Enklaven abseits der Partycrowd oder Touristenströme zu entdecken. So auch in Sihanoukville.

Sihanoukville ist vom Ruf her das Sodom und Gomorrha Kambodschas: Fieser Fusel, schlimme Parties und Leute, die auf David Guetta stehen. Es gibt neben den Partystränden Ochheuteal und Serendipity ein kleines Juwel: Otres.

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Ein fröhlicher Mensch wandert Otres Beach entlang.
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Otres Beach mit Plätzchen zum Chillen.

Am Strand von Otres gibt es ein paar Anlagen mit Hütten, köstliches Essen und bloß eine Straße hinter der Strandreihe, wo noch ein paar weitere kleine Lädchen und Essenbuden platziert sind. Sonst nicht so viel.

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Starren auf das Meer.
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Lady Baguette.

Noch gechillter geht es in Otres Village zu. Hier haben sich ein paar Expats ihr Paradies geschaffen und ihre Guesthouses, Restaurants, Bäckereien und Kunstwerkstätten um einen kleinen See mit ein paar Bächlein drumrum geschaffen. Es gibt sogar ein kleines Festgelände, den Otres Market, wo jeden Samstag ein kleines Festival mit Musik, selbst gemachtem Nippes und Essen stattfindet. Es sind kaum Locals anzutreffen, man existiert hier in seiner isolierten Hippietraumblase.

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Hier entlang.
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Und hier entlang.
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Weltbester Donut: Salted Caramel.

Lennart und ich landen zunächst im Guesthouse Hacienda in Otres Village. Ohne es zu wissen quartieren wir uns in der Dorfkaschemme ein. In diesem Guesthouse dreht sich alles um die Bar, welche nur ein Dach hat und ansonsten in der freien Botanik steht. Gezapftes Bier kostet 50 Cent und alle Leute sind wahnsinnig nett und liebenswert, aber auch ein bisschen hängengeblieben. Es erinnert mich sehr an Moe’s von den Simpsons. Wir entscheiden, dass wir nicht in einer Bar wohnen wollen, aber gerne den einen oder anderen Abend zu Besuch kommen und ziehen weiter.

Ein paar Schritte weiter dann das absolute Chillparadies für Freunde von Tofu, Yoga und Findeltieren: Pachamama. Hier hat es sich eine englische Familie sich selbst und ihren Gästen gemütlich gemacht, Mama wacht über das Wohlbefinden und ihre Tochter mit halb abrasierten Dreadlocks kocht veganes und vegetarisches Essen. Ein barfußlaufendes Hippiegirl bringt dieses und empfiehlt die passenden grünen Smoothies. Man guckt auf den Fluss, riecht die Räucherstäbchen und krault das hauseigene Katzenbaby.

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Unser Bungalow.
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Wie recht sie doch hat.

Als wir nach einem Zimmer fragen, fragt Mama uns zunächst ob wir etwas gegen Hühner haben. Wieso das? Unser Bungalow ist der kühlste und das hauseigene Huhn namens Agnes mag diesen sehr gern. Sie besteht darauf jeden Morgen ihr Ei genau in unserem Bett zu legen. Wir deuten dies als Zeichen und ziehen ein!

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Ein fröhlicher Mensch und Agnes, das Huhn.
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Dörte, das andere Huhn.
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Agnes ist Action.
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Das Produkt der Bemühungen.

So gegen 9 Uhr morgens steht Agnes vor der Tür und wartet ungeduldig, falls dies keinen Erfolg bringt, springt sie irgendwann gegen das Fenster. Jeder Tag beginnt hier mit dem Satz „Wir sollten mal das Huhn reinlassen.“. Decke ausgebreitet, Huhn reingelassen, dauert die Prozedur ungefähr 5 Minuten und nach getaner Arbeit gackert die Dame erleichtert davon. Wir reichen das Ei weiter in die Küche.

Irgendwann beschließen wir unsere Blase of Happiness mal zu verlassen und Sihanoukville anzugucken. Was macht man da? Richtig – Motorbike mieten!

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Cooler Typ auf Bike.
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Panda schlägt zurück.
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Eine kambodschanische Tankstelle.

Einen kleinen Ausflug zum absoluten Highlight – einem fast ausgetrockneten Wasserfall, 30 Minuten Dirtroad entfernt – wagen wir auch. Das Resultat ist ein plattgesessener Hintern und ein Sonnenbrand auf den Schenkeln.

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Fotoshooting für das Neujahrfest.

Außer ein bisschen Müll und grauen Straßen finden wir darüber hinaus nicht so viel und verziehen uns wieder in unser kleines Paradies. Ein bisschen Yoga am Fluss und wunderbare Livemusik im Otres Market (leider ohne Bilder, weil dunkel und zu schön, um den Moment mit der Kamera in der Hand zu versauen), nach einer viel zu kurzen Woche ist unser letzter Abend am Strand gekommen.

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Romantik Popantik.
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Wabbelqualle.
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Hier muss auch mal jemand mit dem Lappen bei.
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Das ist übrigens eine sehr durchdachte Institution. Direkt am Strand kann man sich seine Strandfigur mit Pizza und Pasta bis zur Unkenntlichkeit ruinieren.
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Die latent hungrige Autorin wartet auf das letzte Abendmahl.
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Chill.
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Hier entlang?
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Wer will ein bisschen Kitsch?

Otres, es war sehr schön. Es ist kein atemberaubend schöner Karibikstrand oder keine spannende Kulturlandschaft, die Otres für mich so liebenswert macht. Es ist der gute Vibe, mit Liebe zum Detail erschaffen von astreinen Leuten. Ein bisschen geerdet, sehr entspannt, wieder mal dankbar viele tolle Menschen getroffen zu haben und etwas wehmütig ob des Abschiedes verlassen wir Sihanoukville und dabei auch das Land.

Als nächstes: Hallo Thailand, da sind wir wieder!

In Kampot ist immer Sommer.

Kampot in Kambodscha ist so eine Stadt, von der man von anderen Travellern immer wieder ein bisschen etwas hört, aber als Blockbuster zum Reisen wird es auch nicht gehandelt. Eben eine nette kleine Stadt im Süden an der vietnamesischen Grenze wohl, entspannt, ein guter Vibe. Weil wir von entspannten Städten im Süden diverser Länder noch nie enttäuscht wurden (nein, deutsche Städte im Süden sind nicht entspannt!), müssen wir natürlich hin.

Und was soll ich sagen: Kampot ist Balsam für die Seele. Vor allen Dingen nach dem Stress in Phnom Penh und dem Eiertanz im Straßenverkehr – in Kampot gibt es Bürgersteige! Außerdem einen Fluss, Palmen, hübsche Kolonialarchitektur, gutes Essen und frische Luft.

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Traveller-Straße.
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Vordergrund: Mopedkonzentration. Hintergrund: Kleine süße Häuser.
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Palmen, Kolonialbauten, chillige Menschen.

Und wohl einzigartig in Südostasien: Das famose Durian-Denkmal!

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Durian (mit Arrangement von anderen Obstsorten).

Da es in der Mitte eines Kreisverkehrs steht, kann man es sogar so oft umrunden wie man möchte, ich liebe diese Stadt.

Es gibt außerdem ein Millenium-Denkmal, welches durch einen großen, weiß angepinselten „2000“-Schriftzug dargestellt wird. Wenn das nichts ist. Leider vergessen zu fotografieren.

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Kommunistenhemdenschneiderei.
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Manche Leute sind eben cooler als andere.
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Lieblingscafé!
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Manche Ratschläge sind international sinnvoll.

Weil Kampot für Stress einfach nicht geeignet ist, suchen wir uns eine lauschige Unterkunft auf der anderen Seite des Flusses, wo nichts los ist (außer Karaoke). Diese wird von netten Franzosen betrieben und es gibt sogar eine Happy Hour für Pastis. Pastis-Paradies sozusagen.

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Ein fröhlicher Bungalow-Bewohner vor Bleibe.
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Wer sich auf dieser Flussterrasse nicht wohl fühlt, dem ist auch nicht mehr zu helfen.

In Kampot treffen wir auch unsere Hamburger Freunde aus Don Det wieder um einen fröhlichen Abend mit Spazierengehen und Rumgesitze am Fluss zu verbringen.

In der Umgebung gibt es allerdings auch noch mehr zu entdecken: Die Bokor Hill Station. Auf dem Berg Pnomh Bokor, welcher sich in einem Nationalpark befindet, sind mehrere Ruinen einer verlassenen Sommerfrische der Franzosen zu finden. Sommerfrische, wie herrlich das schon klingt. Diese wurde für die französischen Kolonialmenschen in den 20ern errichtet, später jedoch von den Roten Khmer übernommen und wieder verlassen. Seitdem stehen die Gebäude leer und vergammeln. Ich finde Ruinen meistens sehr gruselig und sehr spannend, deshalb müssen wir natürlich dorthin. Was macht man in so einem Fall? Richtig, man mietet sich ein Motorbike.

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Die Straße ist prima, der Berg lockt.
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Auf dem Weg: Ein fantastischer Baum mit Gesicht. Wahrscheinlich ein Waldgeist.

Weil auf dem Berg noch viel Platz ist und in so einem Fall geschäftstüchtige Baulöwen nicht weit sind, wachsen ein paar Großbauprojekte aus dem Boden. Es gibt schon ein fertiges, und zwar ein großes ekliges Hotel/ Casino, was über 300 Zimmer und keine Fenster hat. Leider habe ich kein Foto davon, aber es ist riesig, gelb und hässlich.

Ebenfalls auf dem Weg: Dieser freundliche Geselle.

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Mit Liebe und Expertise zusammengezimmert.

Eine größere Baulöwenfirma hat das ganze Gelände gepachtet und plant eine Umgestaltung mit noch mehr Hotels, einem Golfplatz und so Schnickschnack. Deshalb bin ich wirklich froh, dass wir noch einen Blick auf die Geisterstadt erhaschen konnten, wer weiß, ob die Atmosphäre so erhalten bleiben wird.

Wir fahren also mit dem Bike den Berg hoch und machen hier und da einen Halt, wenn uns eins der alten Gebäude am Straßenrand auffällt. Manche von ihnen sind weiter hinten in der Botanik versteckt und so hangelt man sich von Entdeckung zu Entdeckung. Es gibt keine Karte oder etwas Ähnliches, und ich bin mir sicher, dass wir auch gar nicht alles gesehen haben, aber das ist ja das Spannende. Die ganze Zeit treffen wir keine andere Menschenseele in den alten Gebäuden.

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Super Sommerfrische.
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Hier wurde wahrscheinlich das ein oder andere Glas Champagner von ein paar fröhlichen Franzosen schnabuliert.
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Man könnte meinen, gleich schlurft ein Zombie um die Ecke.
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Oder vielleicht ein verrückter Einsiedler?
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Ob da jemand aus dem Fenster Leute beobachtet?
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Nein, Licht gibt es nicht.
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Okay, wer kennt Resident Evil?
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Und wie immer: Die Natur holt sich alles zurück.
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Natur 2.
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Eine gruselige verlassene Kirche gibt es natürlich auch.
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Warten auf die Partygäste.

König Sihanouk hat es sich seinerzeit natürlich auch nicht nehmen lassen sich einen kleinen Sommerpalast hinbauen zu lassen. Diesen kann man ebenfalls von Innen erkunden, hier sind auch ein paar Leute anzutreffen.

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Na das nenne ich mal Residenz.
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Ein fröhlicher Mensch in königlichen Gefühlen schwelgend.
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Prima Aussicht, hinten fängt übrigens das Meer an.

Nach ein paar Gruseligkeiten und nachdem mein Hintern von 2 Stunden Motorbike-Fahrt mehr als nur ein bisschen weh tut, sind wir froh wieder auf Meereshöhe in der Stadt anzukommen.

Ach, Kampot, es ist so herrlich entspannt hier, aber es wird trotzdem nie langweilig. Eine Stadt ohne Meer, die sich aber trotzdem ein bisschen so anfühlt. Ich kann mir gut vorstellen, dass man hier noch länger versacken kann. Trotzdem müssen bzw. wollen wir weiter, die Ferne ruft schon wieder und spontan ziehen wir in den Westen weiter, statt wie eigentlich geplant ostwärts.