„Okay & Runter“ auf Koh Tao.

Ich habe auf Koh Tao eine neue Liebe gefunden. Ich wusste, dass sie dort zu finden ist, aber nicht, dass sie mich so umhauen wird. Tauchen, I love you!

Aber eins nach dem anderen. Wir kommen morgens um 8 nach einer nächtlichen Bus- und anschließenden Fährfahrt auf Koh Tao an. Zum ersten Mal in meinem Leben werde ich dermaßen seekrank, dass ich in ernsthafte Erwägung ziehe mich mal kurz über die Reling zu beugen. Geht aber alles nochmal gut.

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Nicht der schlechteste Anblick zum Empfang.
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Fertige, aber fröhliche Menschen.

Wir marschieren an den ganzen Taxischleppern vorbei und treffen uns direkt am Pier mit unserer Tauchlehrerin Verena, die zusammen mit einer Ex-Kollegin von mir studiert hat und uns (glücklicherweise!) empfohlen wurde.

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Bötchen, viele davon um Taucher an den gewünschten Ort zu transportieren.
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Unser Pier.

Ein paar Formalitäten erledigt und zack, wir sind Tauchschüler. Erstmal Nickerchen, nachmittags dann theoretischer Unterricht. Tauchschule ist ein bisschen wie Fahrschule, man kriegt Theorie beigebracht, lernt ein bisschen, kreuzt ein bisschen Fragebögen an und macht natürlich praktische Übungen.

Wo funktioniert das am besten? Richtig, unter Wasser. Am Tag darauf packen wir unsere Kiste mit Taucheranzug, Flossen, Taucherbrille und Atemregler zusammen und besteigen mit Verena, ein paar anderen Tauchlehrern und einer lustigen Chinesengruppe das Boot. Wie die meisten modebewussten Asiaten versuchen jene ihre Körper möglichst sonnenunberührt zu halten und haben sich langärmlig eingekleidet. Ein paar von ihnen tragen auch lustige Robocop-Sonnenhelme und haben pro Person mindestens ein Smartphone oder eine GoPro dabei. Schwimmen können sie leider nicht, aber ein paar Fotos für die Nachwelt sind natürlich unverzichtbar.

Ich bin aufgeregt wie Hulle vor dem ersten Tauchgang. Wir starten in seichtem Wasser und üben erstmal das Atmen unter Wasser, was man tut, wenn man seinen Atemregler aus dem Mund verliert (wieder in den Mund einsetzen natürlich, beim Üben wird einem bloß klar, dass das überhaupt nicht schlimm ist und man nicht in Panik verfallen muss), wie man sich in Notsituationen die Luft teilt und all so Zeug.

Beim zweiten Tauchgang gehen wir dann runter auf 12 m, üben weitere Dinge und schauen uns viele bunte Fische an. Es ist total abgefahren unter Wasser zu atmen und zu schweben und es macht einfach unglaublich viel Spaß. Tauchen ist Magie!

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Ohne Luft ist schlecht.
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Flasche guckt auf Koh Tao.
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Ein fröhlicher Mensch zeigt das internationale Zeichen für „Alles okay.“
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Damit das Boot beschützt wird.
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Trotz Atemregler im Mund büßt die Autorin von ihrer Fotogenität nichts ein.
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Gleich geht es ab.
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Ein verwegener Typ macht sich bereit.

Nach ein paar Tagen Kurs, Tauchen und Prüfung sind wir offiziell PADI Open Water Diver und dürfen bis zu 18 m tief tauchen und sogar alleine losziehen (also zu zweit, aber ohne Tauchlehrer). Ich kann das kaum in Worten ausdrücken, wie schön ich Tauchen finde. Man ist in einem komplett anderen Film und lernt eine neue Welt kennen, beziehungsweise eine ganz neue Facette der Schönheit unseres Planeten. Wie man vielleicht herauslesen kann: Ich bin geflasht.

Wir sehen in unseren Tauchgängen viele tolle bunte (und unbunte) Fische: Blaupunktrochen, Papageienfische, Anemonenfische, Barrakudas, Großbarsche, Kaiserfische, Kugelfische, Falterfische, Wimpelfische, Drückerfische, Schnapper, Muränen, Trevallysm Pfeifenfische, einen Thunfisch, Süßlippen – alles! Wir sehen auch ein Wrack eines Katamarans und einige Unterwasserhöhlen. Es ist der absolute Wahnsinn.

Leider gibt es nicht so viele Aufnahmen im oder unter Wasser, denn ich habe leider keine wasserfeste Kamera. Habe ich nicht? Eigentlich sollte meine Kamera bis zu einer Wassertiefe von 15 m ihren Dienst tun und eigentlich habe ich sie unter anderem aus diesem Grunde erworben. Bei Abstieg, so ungefähr auf 10 m, fängt sie an zu blinken, etwas von „zu tief“ anzuzeigen und versagt letztendlich ihren Dienst.

Hier war alles noch okay:

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Unser Boot vom Wasser aus.
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Unter dem Meer, unter dem Meer! (Bitte den Song aus „Arielle, die Meerjungfrau“ im Kopf mitsingen).

Feierlich präsentiere ich das letzte Foto, was mit meinem treuen Begleiter geschossen werden konnte. Die Speicherkarte war zum Glück zu retten, Rest = Totalschaden.

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Ein kleiner süßer Papageienfisch.

Ansonsten kann man auf Koh Tao auch ganz gut abhängen, wenn man nicht gerade taucht. Da wir fast immer tauchen, essen oder müde sind, mieten wir uns nur an einem Tag ein Motorbike und gucken ein bisschen herum.

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Es gibt durchaus beschissenere Orte auf der Welt.
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Unser Pier zum Sonnenuntergang.
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Schön mal abgekitscht.

Nach 6 Tagen, dem Eintauchen in eine neue Welt, dem Kennenlernen neuer Bekannter, die Aufnahme in eine wunderbare Tauchergemeinschaft und einer Pizzaparty machen wir uns wehmütig auf den Weg. Koh Tao, du kleine Insel im Süden, du hast mir gewaltige Magie eingepflanzt.

Nun folgt eine Reise in ein mir unbekanntes Land.

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