Yoga machen und die Welt retten in Chiang Mai.

Ich habe letztens in einem Traveller-Buch den (zugegeben halb-ernst gemeinten) Rat gelesen, dass man niemals an einen Ort zwei mal reisen sollte, weil sich die magischen Orte auf dieser Welt mit der Zeit automatisch verschlechtern, je mehr Menschen diese besuchen. Für mich und Chiang Mai gilt das auf jeden Fall nicht, nach Chiang Mai zu kommen fühlt sich sofort heimelig an.

Am Busbahnhof drücken wir den Preis für das Tuktuk in die Stadt von 150 auf 100 Baht, weil wir uns natürlich mit der Angemessenheit auskennen und wir haben im gleichen Guesthouse reserviert wie vor 4 Jahren. Okay, den Preis haben wir auch aus der Mail. Egal. Das Guesthouse ist immer noch großartig und steht im Gegensatz zu damals mittlerweile auch im Reiseführer, es ist aus diesen Gründen immer voll. Gut, dass wir vorher eine Mail schickten.

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Ein fröhlicher Mensch kurz nach unserer Ankunft im noch aufgeräumten Zimmer. Jedes Zimmer hier sieht anders aus, schön bunt sind sie alle.
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Nicht nur gute Gastgeberinnen hier, sondern auch gute Gäste!

Chiang Mai hat eine hübsche Altstadt mit vielen Guesthouses, Restaurants, Massagen, Nachtmärkte und Tempel, aber natürlich auch ein Eigenleben ohne Disneyfaktor. Man kann sich hier unglaublich gut pflegen mit fabelhaftem Kaffee, Yoga und gesunden und schmackhaften Köstlichkeiten. Die Vegetarier- und Health-Food-Dichte ist so hoch wie sonst nirgends in Thailand.

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So zum Beispiel. Nein, das ist kein Bier, sondern Kombucha und Papayablätter-Tee.
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Okay, das ist schon Bier. Aber die Präsentation ist herzallerliebst. Im Hintergrund: Ein fröhlicher Mensch.

Lennart und ich gönnen uns auch die eine oder andere Stunde Yoga. Bei der einen sieht der Veranstaltungsort folgendermaßen aus:

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Keine Yogis, aber nice view.

Diese Yogastunde findet auf einem Dach statt mit fröhlichem Vogelgezwitscher im Hintergrund (okay, und ab und zu auch dem Geräusch eines Presslufthammers). An diesem Platz fließt die gute Energie, durch die Berge hinten und durch den ältesten Tempel Chiang Mais auf der Rückseite. Sagt die Yogalehrerin. Manchmal hört man während der Verbiegungen auch den Gesang der Mönche, die im Tempel fabulieren.

Was die Yogalehrerin auch sagt: Yoga ist gut für die Welt! Denn Yoga ist gut für den Praktizierenden und macht jenen zufrieden, und diese positive Energie nimmt dieser mit und verbreitet sie um sich herum. Wenn alle Menschen Yoga üben würden, gäbe es mit Sicherheit keine Kriege mehr und die Welt wäre gerettet.

Unsere zweite Yogastunde ist Yin-Yoga bei dem thailändischen Yogameister Lek. Er hat eine große Fanbase, man muss sich für die Stunde vorab per Mail anmelden und der Raum ist pickepackevoll mit ca. 20 Jüngern. Was mein Lieblings-Yogalehrer Sebastian in Hamburg immer sagt („Beim Yin-Yoga geht es nicht darum euren Körper in vorgegebene Formen zu zwängen, denn jeder Körper ist anders. Und jetzt werdet ihr ganz weich.“) sieht Lek leider ganz anders. „Forget everything you know about yin yoga. This is Lek-style yoga!“ Einer der Grundsätze: Wenn der Körper nicht will, dann ist es ein Schutzmechanismus, man muss ihn an die Dehnung gewöhnen, innehalten, und dann einfach weitermachen. Lek-o-mio!
Fix und fertig verlassen Lennart und ich nach zwei Stunden diese Vorhölle und gehen erstmal essen. Auch ein neues Erlebnis: Im Restaurant ist der Reis alle. Willkommen in Asien!

Was machen Lennart und ich außerdem in Chiang Mai? Richtig, einen Roller mieten. Der spektakulärste Tempel der Stadt, Doi Suthep, liegt ein bisschen außerhalb auf einem Berg, eine serpentinenartige Straße muss in einer ca. halbstündigen Rollertour bewältigt werden, man wird mit einer kühlen Brise und einer prima Aussicht belohnt. Der Tempel ist ebenfalls eigentlich sehr stimmungsvoll, an diesem Tag aber eher einfach nur voll.

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Schlappen und Schuhe: Vor einem Tempel ein Indikator für dessen Beliebtheit.
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Zur Abwechslung mal ein bisschen Gold.
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Beliebtes Fotomotiv für Jung und Alt.
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Glücksglöckchen und ein fröhlicher (und perspektivisch irgendwie verzerrter, es tut mir leid) Mensch.
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Ich spare mir jegliche Türsteher-Witze.
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Ein mannigfaltiger Spendenschrank: Hier kann man noch gezielt bestimmen, wohin die Spende gehen soll.

Auch in der Stadt selbst sind viele schicke Tempelchen zu finden, die man innerhalb der Stadtmauern wunderbar zu Fuß erkunden kann.

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Mein Reden.
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Dieses Wesen (links) freut sich über Spenden, das andere Wesen (rechts) findet es latent gruselig.
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Da geht man einfach mal so durch einen Durchgang und zack – ein hübscher Teich.
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Die schlimme Taubengang heckt schon wieder etwas aus.

Oder auch mal zur Kumkam-Tempelanlage fahren, welche ein wenig verstreut am Stadtrand liegt. Wir sind wirklich viel rumgelaufen und haben uns viel Tempelgedöns und lustige Dinge drumrum angeschaut, deshalb in etwas unsortierter Reihenfolge (weil ich es im Kopf auch nicht mehr richtig sortiert bekommen habe):

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In allen vier Ecken soll Liebe drin stecken.
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Mal wieder schlafende Tier und neue Freunde.
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Diese fröhlichen Gesellen bewachen den Aufgang.
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Manchmal weiß ich auch in diesem Land nicht, was hier los ist.
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Schick gemacht.
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Dieser hart arbeitende Mensch bewacht den Tempel mit seinem Leben.
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Auch hier wieder: Die schlimmsten Hosen der Welt.
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Dieses Bild ist überhaupt nicht gestellt.
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Friend.
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Ein fröhlicher Mensch mit Buddha.
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Ein anderer fröhlicher Mensch mit anderem Buddha.

Hier ist uns ein Fauxpas unterlaufen. Wahrscheinlich wird es jeder aufmerksame Leser sofort erkennen, für die anderen erkläre ich: Ich posiere hier neben dem Donnerstagsbuddha und Lennart neben dem Mittwochabendbuddha. Wie bereits an anderer Stelle erwähnt bin ich an einem Freitag geboren und Lennart an einem Donnerstag, aufgrund von Platzierungsungenauigkeiten haben wir uns beide also den falschen Buddhastatuen genähert! Macht aber nichts, ich bin sicher, es wird noch eine Gelegenheit geben den richtigen Buddhaposen Tribut zu zollen.

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Dieses lustige Wesen erfreute sich in einem Sprüchegarten an seinem Nüsschen.
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Komm schon. Jeder liebt Schaukeln!
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Mach es wie Buddha und chill eine Runde.
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Natürlich hinterlasse ich eine kleine Spende im Namen des Hasen, denn dies ist mein Geburtsjahrestier.
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Der Hund ist allerdings etwas pompöser geschmückt. Das verstehe ich nicht, schließlich haben wir das Jahr des Affen.
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Chinesische Touristen lieben das Posieren!
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Sie lieben es wirklich sehr!
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Selbst die Mönche wenden sich verschämt ab.

Auch eine prima Sache, wofür Chiang Mai berühmt ist: Nachtmärkte! Es gibt einen Tourimarkt, der täglich stattfindet, den haben wir uns diesmal gespart, aber Samstag und Sonntag gibt es jeweils einen extra Markt, für welche die Straßen abgesperrt werden. Es gibt Musik, super Essen und viele Stände von lokalen Künstlern und Kunsthandwerkern, welche sich von dem üblichen Nippes abheben und die man sonst auch nirgends findet.

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Ein prüfender Blick auf die Seife (gekauft wurde: Ingwer, Limette und Zitronengras).
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Buntes Treiben.
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Klimbim zu erwerben.
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Ich bereue es immer noch ein wenig nichts von diesem Stand gekauft zu haben.

Ich kann nur sagen: Chiang Mai, I love you. Nach 4 Nächten machen wir uns mit etwas Abschiedsschmerz im Gepäck auf ins nächste Paradies in den Bergen, ab nach Pai.

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Ein Gedanke zu “Yoga machen und die Welt retten in Chiang Mai.

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