Der Wahnsinn von Chatuchak.

Oder wie Lennart sagt: „Wir gehen morgen auf diesen Chapeau Claque-Markt, oder?“

Der Chatuchak weekend market in Bangkok ist ein riesiger Markt mit vielen kleinen Ständen, an denen man angeblich für wenig Geld so ziemlich alles kaufen kann, was es auf der Welt gibt, z.B. lebensgroße Plastikwelpen, riesige Hüte aus goldenen Pailetten und bunte Seife in Penisform. Ich wollte bloß neue Flip Flops und einen Hut kaufen, Lennart einen Beutel zum auf dem Rücken tragen. Unkreative Gesellen, das tut mir wahnsinnig leid.

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Ein fröhlicher Mensch am Eingang. Noch ohne Hut oder Flip Flops.

In Bangkok sind die Nummern natürlich in thai beschriftet, dessen ich leider nicht mächtig bin, tragen aber zusätzlich eine Nummer. Mit Google Maps kann man einfach Start und Ziel eingeben und bekommt auf Wunsch eine Route mit öffentlichen Verkehrsmitteln angezeigt – easy. Oder? Immer noch gejetlagt (nach diesem Post höre ich auf damit, versprochen!) standen wir also frohen Mutes um 6:30 Uhr an der Bushaltestelle hinter der Khao San. Es fuhren ungefähr 7384 Busse an uns vorbei, aber nicht die von uns benötigte 44. Nach 40 Minuten Gewartet und sinkender Motivation winkten wir uns also etwas desillusioniert ein Taxi herbei. Grr. Busfahren in Bangkok gelingt mir einfach nicht! Ich wüsste diesen Teufelskreis gerne zu durchbrechen.

Als wir am Chatuchak ankamen, waren die meisten Stände noch im Aufbau und die Stimmung war noch ziemlich ruhig.

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Blumen. Und dein Freund und Helfer.
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Mehr Blumen.

Irgendwann plagte uns ein kleiner Hunger und wir begaben uns mit unserer zuverlässigen Begleitung Happy Cow auf die Suche nach der Vegetarian Society Bangkok (oder so ähnlich), welche in einer unscheinbaren Esshalle untergebracht war. Erst haben Lennart und ich nicht verstanden, ob wir überhaupt richtig sind und wie der Hase läuft, denn no English! Was aber per se ein gutes Zeichen ist. Durch meine ausgeprägte Beobachtungsgabe konnte ich schließlich herausfinden, dass Gutscheine kaufen und mit dem Finger auf Essen zeigen alles war, was man tun musste.

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Die Location

Sieht vielleicht unscheinbar aus, aber das Essen war un-fass-bar. Echt, so unglaublich frisch und geschmacklich komplex und unterschiedlich und besonders, ich bin fast ausgerastet vor seliger Schwelgerei.

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Merkelraute statt Tischgebet.

Und alles zusammen für umgerechnet weniger als 3 €. Boah.

Übrigens auch eine gute Situation in dieser Essenshalle: Kommt ein Mönch rein und setzt sich an einen Tisch. Seltsam, denke ich, das ist doch ein Selbstbedienungsladen. Worauf wartet er bloß? Es dauert keine 2 Minuten, da kommt eine nett lächelnde Frau an, auch als Gast dort, quatscht ihn kurz an und bringt ihm anschließend ein volles Tablett vollgepackt mit Köstlichkeiten. Bedankt sich ausgiebig, dass sie ihm was zu essen bringen durfte und verzieht sich wieder. Diese Mönche machen es einfach richtig!

So, ich muss mich kurz fassen, weil unser Flug gleich geht (ja, ich bin diese Person die am Flughafen am Gate sitzt und besessen in die Tasten ihres Laptops haut): Zurück zum Chatuchak, alle gesuchten Waren erfolgreich erworben, nicht totgetrampelt worden von den mittlerweile 200000 Leuten und keinen Hitzschlag bekommen, dann per U-Bahn und Boot wieder heim und den Abend bei May Kaidee und anschließend auf der Chillterasse unseres Hostels verbracht.

Und nun ab nach Mandalay. Ich bin schon ein bisschen aufgeregt, in Myanmar war ich noch nie. Ich bin sehr gespannt und freue mich mächtig.

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