Umarme deinen Jetlag.

Was tut man, wenn man viel zu früh wach ist und nichts mit sich anzufangen weiß? Richtig, man frühstückt Nudelsuppe um 7 Uhr morgens! Was für eine fantastische Angewohnheit bereits am morgen die köstlichen Teigwaren in sich hineinzuschlürfen, man fühlt sich sofort gepflegt.

Nach dieser Mission fuhren Lennart und ich mit dem Boot den Chao Phraya runter, um anschließend im Chinatown herumzuwuseln. Seltsamerweise ist dort bereits um 8 Uhr morgens eine Menge los und man kommt als Ungeübte mit der Morgenfrische noch sehr gut klar.

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Kreativität und Globalisierung.
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Ihr kennt es bereits.
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Mega gutes Essen – Teil 1

Im Chinatown gibt es eine Menge Quatsch zu kaufen, z.B. Tonnen von Glitzer oder Fasse voller Quietscheenten. Natürlich auch Berge von getrocknetem Getier und seltsame Zauberpilze für die Zubereitung allerlei Heilsubstanzen nach traditioneller chinesischer Medizin.

Chinatown ist auch ein guter Ort, um seine Durian-Jungfräulichkeit zu verlieren. Irgendwie hatte ich mich nie an diese wunderliche Frucht herangetraut, so erzählt meine Tante immer wieder gerne die Geschichte, wie sie eine Durianfrucht im Hotelzimmer vergessen hatte und es nach ihrer Rückkehr stank wie die letzte Ecke der Hölle. In manchen Guesthouses findet man auch lustige „No Durian!“-Verbotsschilder, welche meine Skepsis weiter schürten. Der besagte Durian-Stand im Chinatown sah jedoch so harmlos und die Frucht so unschuldig aus, ich dache mir „Bringen wir es hinter uns.“ Und Überraschung: Durian schmeckt wie Juicy Fruit Kaugummi (und verliert nicht nach 3 Sekunden im Mund ihren Geschmack).

Fabelhaftes richtiges Essen haben wir dann auch noch am Hintereingang der India Emporium an einem Straßenstand gefunden. Happy Cow sagte dazu: „Very cheap local food, no English signs, staff speaks no English“ = bestes Essen! Man zeigt einfach auf die großen Töpfe und Schüsseln mit vorgekochtem Essen und bekommt eine beherzte Kelle auf einen Reisberg geklatscht, um sich kurze Zeit später an einen kleinen Plastiktisch niederzusetzen und in die Köstlichkeitengalaxie katapultiert zu werden.

Nach so einem Ausflug ist ein wenig Besinnlichkeit nicht verkehrt, sodass wir einen kleinen Spaziergang Richtung Wat Pho unternahmen. Der Wat Pho ist ein Tempel mit einer angeschlossenen Massageschule, die berühmteste Attraktion dort ist ein riesiger goldener liegender Buddha. Natürlich liegt er auf seiner rechten Seite, denn das ist die beste Seite zum Eintritt ins Nirwana, ist doch klar.

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Kollege Buddha.

Der Buddha ist tatsächlich ziemlich riesig und befindet sich in einem Häuslein, sodass man nicht weit weg genug gehen kann, um ihn ganz auf das Bild zu bekommen.

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Anstarr-Battle.
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Das hat bestimmt noch nie jemand so fotografiert.
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Man fühlt sich ein bisschen wie im Märchenpalast.
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Frische Blumen für Buddha.
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Komplette Gang.
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Man kann nie genug Märchengefühle haben.

Leider war der Wat Pho einigermaßen überlaufen, dafür haben Lennart und ich ein neues Spiel erfunden. Wenn jemand mit einer Elefanten-Hippie-Schlabberhose vom Tourinepp-Stand zu sehen ist, bekommt der erste, der „Jörg“ sagt, einen Punkt. Klappt super.

Nach den Freuden und der Erholung im Wat Pho beschlossen wir, eh im Tempel-Modus, dass man vielleicht nochmal zum Golden Mount laufen könnte. Das ist ein künstlich aufgeschütteter Berg mit einem Tempel drauf, welcher eine sehr entspannte und ruhige Atmosphäre hat. Ich wundere mich, warum dieser wunderbare eben nicht so überlaufen ist wie Wat Pho oder der Königspalast. Wahrscheinlich, weil man vor der Tür keine Touribusse parken kann und ein paar Treppen hochlaufen muss.
Ach, es ist sehr ruhig und gechillt dort, mit ein bisschen Grünzeug drumrum (das macht Freude in Bangkok!) und Nebelwasser, was für das Pflanzengedeihen versprüht wird. Auf dem Weg gibt es diverse Glocken und Gongs, welche man betätigen kann, wenn man lustig ist. Eine super Aussicht hat man oben angekommen auch. Ach, mein Lieblingstempel in Bangkok.

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Chedi vor unfassbar blauem Himmel. Hinten rechts: Hochhäuser von BKK.

Na ja. Füße kaputt gelaufen. Absacker in Form eines Som Tam (Salat aus grüner Papaya mit Chili, Erdnüssen, Limettensaft und so) eingenommen. Viel zu scharf, aber so bestellt, also selbst schuld. Egal, köstlich. Bauchschmerzen. Freude.

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Auch Katzen verstehen sich gut mit Buddha.

Es folgen weitere Dinge, wenn das WLAN mir gnädig gestimmt ist… Aber nun: Gute Nacht.

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